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Seit 40 Jahren treu Kolping:Ehrungen in der Hermeskeiler Kolpingfamilie

Die Kolpingfamilie Hermeskeil ehrte Mitglieder, die sich seit Jahrzehnten mit Herzblut und Gemeinschaftssinn im Verband engagieren.
Eine Gruppe von Personen steht gemeinsam in einem Saal und hält Urkunden für eine Ehrung in den Händen.
Datum:
28. Jan. 2026
Von:
Silvia Scherer

In der Hermeskeiler Kolpingfamilie wurden Mitglieder für langjähriges Engagement geehrt: Michael Hülpes und Christel Roder für 25 Jahre. Berthold Grenz, Kerstin Grenz, Helga Heck, Bernd Lautz, Günter Ludwig, Stephanie Nickels, Harry Salm und Pfarrer Thomas Thielen für 40 Jahre.

„1986 war für die Kolpingfamilie in Hermeskeil ein besonders erfreuliches Jahr“, verkündete Klaus Weber im Namen des Vorstandes auf der Jahreshauptversammlung des Kolpingverbands Hermeskeil. Denn in diesem erfreulichen Jahr trat eine große Zahl an Jugendlichen in den Verband ein, die bis heute mit ihrem Engagement treu dabeigeblieben sind.

Auf der Suche nach ihrem Platz in Kirche und Welt

„Wir waren Messdiener und Pfadfinder. Und daraus dann irgendwie rausgewachsen“, erzählt Berthold Grenz, mittlerweile langjähriger Vorsitzender der Kolpingfamilie Hermeskeil. Platz für ihr ehrenamtliches Engagement fanden sie also dann in der Kolpingfamilie. Und das passt: Adolph Kolping setzte sich Zeit seines Wirkens dafür ein, auf die Nöte der Zeit zu schauen, mitten unter den Menschen zu sein und Menschen dazu zu verhelfen, ihren Platz in Kirche und Welt zu finden. Dass sich Menschen heute im Kolpingverband engagieren können, so wie die, die in diesem Jahr dafür geehrt wurden, bleibt sein Verdienst.

Von Anfang an begeistert vom Kolpinger Theater

„Seit 40 Jahren spiele ich bei diesem Theater mit“, so Kerstin Grenz, die ebenfalls für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde. Schon in der 1930er Jahren wurde in Hermeskeil von der Kolpingfamilie Theater gespielt. Diese Tradition lebte 1986 wieder auf und seither ist Kerstin mit dabei. Für den guten Zweck Theater zu spielen ist ihr ein Anliegen. Und dabei steht bei der Theatergruppe nicht nur der gute Zweck im Vordergrund, für den der Erlös gespendet wird. Sondern auch für Unterhaltung zu sorgen, gerade in den Nöten und Sorgen der jeweiligen Zeit. Die gab es 1986 wie 2026. Diese nicht zu verneinen, sondern ernst zu nehmen, mit Engagement und Einsatz entgegenzuwirken und auf Sorgen mit einem herzlichen Lachen beim Theater zu reagieren, dafür steht die Theatergruppe der Kolpingfamilie Hermeskeil. Kerstin und Berthold Grenz sowie Harry Salm feiern bei den diesjährigen Theateraufführungen somit ebenfalls 40 Jahre Jubiläum. Die Aufführungen finden statt am Samstag, 14. März um 19 Uhr, am Sonntag, 15. März um 16 Uhr und am Samstag, 21. März um 19 Uhr.

Gemeinsam als Kolpingfamilie unterwegs

Ein Highlight für Bernd Lautz ist die jährliche Fußwallfahrt nach Berglicht. Auch er ist seit 1986 Mitglied. Bei der Wallfahrt wird für ihn deutlich, was er an der Kolpingfamilie so schätzt: Geselligkeit, Zusammenhalt und gemeinsam unterwegs zu sein. Das war Bernd in den vergangenen 40 Jahren auf verschiedenen Ausflügen, 3-Tages-Fahrten und gemeinsamen Aktionen. Nach Berglicht ist die Kolpingfamilie einmal jährlich zu Fuß unterwegs. „Da kann man sehen, wie fit man noch ist“, schmunzelt Bernd. Deshalb ist er gerne bei den knapp 20 Kilometern Fußweg dabei. Im Anschluss an den Fußmarsch wartet in Berglicht ein Gottesdienst und ein gemütliches Zusammensein auf die Pilgerinnen und Pilger. Das ist es, was für Bernd Kolping ausmacht: Gemeinsam unterwegs zu sein.

Der Kolpingverband versteht sich als internationaler katholischer Sozialverband. Das Kolpingwerk ist in mehr als 60 Ländern weltweit mit über 400.000 Mitgliedern in über 9.000 Kolpingfamilien aktiv. Die Mitglieder arbeiten innerhalb des Verbandes aktiv an einer sozial gerechten Veränderung der Gesellschaft mit.

(Luisa Maurer)